Meine Philosophie

Jedem hilft was anderes, jeder sieht sich wo ANDERS und das ist gut so!

Viele Menschen stürzen sich auf die Lehren anderer, statt ihre eigenen zu erkennen oder zu erschaffen. Sie glauben dann dass das, was sie gelehrt bekommen, das Einzig Wahre ist. Und jeder der Ihnen wiederspricht wird als Troll bezeichnet. Nun ich habe meine eigene Philosophie entwickelt. Ich lebe und ich nehme an, von allen, aber nicht alles davon setze ich um. Was ich aber umsetze kommt von Herzen.

Jeder sieht sich woanders. Und das ist gut so. Ich mache Schematherapie. Ich komme damit wunderbar klar. Nebenbei praktiziere ich MBSR und NLP. Diese Kombination hilft mir und meinem inneren Kind am besten. Die Chemie zwischen mir und meinem Therapeuten stimmt. Generell ist die Beziehung zwischen Therapeut und Patient/Klient das Wichtigste überhaupt und der Grundstein einer erfolgreichen Therapie. Therapie ist im weitesten Sinne wie Coaching. Der Therapeut/Coach  ist nicht gleichzusetzen mit einem Freund, aber ein wunderbarer Trainingspartner von dessen Wissen und Erfahrung ein jeder profitieren kann, wenn er denn möchte. Das Wort Training heißt auf Englisch Coaching. Das heißt jeder kann sich selbst und auch andere oder mit anderen zusammen trainieren. Am Wichtigsten ist aber dass man sich wohl fühlt, verstanden und das gemeinsame Training einem Freude bereitet.

Ich habe vom Training mit meinem Therapeuten profitiert. Und auch von dem, was ich für meine Praxistätigkeit übernommen habe, können Menschen profitieren. Dafür sollte aber auch die Chemie stimmen. Dafür gibt es dann ja die sogenannte Probatorik oder das kostenlose Erstgespräch. Man lernt sich kennen. Und wenn man nach einiger Zeit feststellt, dass die Chemie stimmt, man also harmoniert und auch die Therapieform (Trainingsart) stimmig ist (ich z.B. biete individuelles Coaching an, das heißt, wir entwickeln gemeinsam eine Methode) dann kann die gemeinsame Arbeit an den Zielen, die vereinbart wurden, beginnen.

Soviel zur Theorie im Idealfall. Die Praxis aber sieht leider oft ganz anders aus.

Einerseits wird man als Leidender überschwemmt von einer ganzen Masse von Angeboten. Sich da für das „Geeignete“ zu entscheiden ist schon schwer genug. Dazu gibt es dann viele Coaches und Therapeuten, die sich vor allem in sozialen Netzwerken einem aufdrängen. Früher nannte man das „Marktschreier“. Man ist von sich überzeugt und preist das entsprechend an. Nun, manche sind eben auf diese Art von Werbung angewiesen. Die beste Werbung ist aber Mundpropaganda, also Empfehlungen von Begeisterten. Manche von Ihnen aber führen sich auch auf wie Marktschreier, eben weil Ihnen dieses Training besonders geholfen hat und manche von Ihnen nun glauben, dass sie aus Dankbarkeit dem Therapeuten oder Trainingspartner dies schuldig sind. Aber niemand ist hier irgendwem etwas schuldig. Wichtig ist doch, dass man profitieren kann und konnte. Und nur weil diese oder jene Trainingsart einem selbst am besten helfen konnte, heißt es dann ja nicht, dass sie anderen genauso gut hilft. Jedem hilft was anderes. Und jeder sieht sich wo ANDERS.

Manch ein Therapeut oder Coach aber ist sehr dolle von sich überzeugt, so dass er gegenüber anderen Therapieformen eine gewisse Missgunst entwickelt, möglicherweise sogar Neid (dahinter steht oftmals Leid) und andere Therapieformen abwertet um sich selber aufzuwerten. Ein guter Therapeut aber leidet nicht und bildet sich weiter. Ein guter Therapeut respektiert andere Therapieformen und überlässt dem Patienten/ Klienten die Entscheidung. Ein guter Therapeut drängt sich nicht auf. Und ein guter Therapeut ist sich über seine verletzten Anteile bewusst, hat diese möglicherweise gut ausbalanciert, hat bestenfalls eigene Therapieerfahrung vorzuweisen und kann sich somit auch von den Problemen seiner Patienten/ Klienten abgrenzen. Das heißt, er nimmt an, akzeptiert, analysiert viel und projiziert wenig.

Ich persönlich konnte gut von meinen Therapeuten profitieren. Meinen Therapeuten habe ich nicht gesucht, aber trotzdem gefunden. Er hilft mir da, wo ich es brauche oder er es für nötig hält. Er hat die Erlaubnis mich zu spiegeln und zu begrenzen. Nicht immer finde ich das toll. Manchmal bereue ich sogar meine Entscheidung es ihm erlaubt zu haben. Am Ende weiß ich aber, dass er recht hat und es richtig war ihm diese Erlaubnis zu erteilen. Er macht nichts, was ich nicht will. Er macht aber auch nichts, was er nicht will. Wir haben also eine gute Basis gefunden, auf der es sich gut arbeiten lässt. Nicht umsonst sagt man auch zum Coaching (oder zur Therapie), dass es Beziehungsarbeit ist.

Manch einer bietet einem das Du an. Manch einer bevorzugt das Sie. Mein Therapeut und ich siezen uns. Den Kindern, die ich in Sachen Mobbing berate, biete ich generell das DU an. Bei meinen Klienten jedoch warte ich gerne die ersten Sitzungen ab, bevor ich mich entscheide ob ich ihnen ein Angebot mache. Und selbst wenn ich das Angebot mache, heißt es nicht, dass es dann angenommen wird. Das entscheidet jeder aus seinem Gefühl heraus. Und auch wenn ich das Angebot nicht mache, heißt es nicht, dass die Chemie aus meiner Sicht her nicht stimmt. Manchmal hilft ein „ehrliches Sie“, besser als ein „unehrliches Du“ um in einen wertschätzenden Austausch zu kommen. Das ist immer sehr unterschiedlich zu betrachten. Und auch das finde ich gut so.

Es gibt keinen Therapeuten der besser ist als der andere. Es gibt aber Therapeuten / Coaches, die besser zu einem passen. Das sagt aber nur etwas über das eigene Empfinden aus. Ob jemand anders damit klar kommt, wird damit aber nicht ausgesagt. Deswegen sagte ich ja, Jeder sieht sich wo ANDERS. Jedem hilft was anderes. Und das ist vollkommen gut so.