Über mich

Ich bekam vor 3 Jahren die Diagnose narzisstische Persönlichkeitsstörung. Für manch einen sicher ein  Schock. Für mich war es ein Gewinn. Ich informierte mich und begann die bereits von mir über alle Maßen gelobte Schematherapie und begann langsam mich selbst zu verstehen. All das, für das ich bislang keine befriedigende Antwort fand, schien sich zu erklären und zwar von selbst, ohne das ich groß nachhelfen musste, obwohl es doch etwas mit Anstrengung verbunden war, meinen Schutzschild (auch Autopilot, Überkompensationsmodus oder aggressiver Beschützer genannt) darum zu bitten beiseite zu treten, damit ich meinem inneren Kind das geben konnte, was es brauchte:

nämlich bedingungslose Liebe, bedingungslose Akzeptanz und bedingungslose Loyalität.

Nur ein echter Mann steht zu sich und seinen Taten und ist in der Lage, Verantwortung für sich und sein Verhalten zu übernehmen. Alle anderen männlichen Gestalten, sind Auslaufmodelle, sei es das Mannsbild von 1913, von 1945 oder auch von 1984.
Seit 2002, also in dem Jahr wann ich volljährig wurde, galt es für mich, mich zu finden und zu entdecken und so zu werden, wie ich schon immer glaubte zu sein. Ehrlich, authentisch, geradlinig, hochsensibel, emotional und freundlich und empathisch.
Auf dem Weg zu mir selbst, machte ich viele Erfahrungen, sowohl mit Männern, als auch mit Frauen, die dem alten, ihrem eigenen oder dem Neuen modernen Mannsbild frohlockten und sich immer wieder hinterfragen mussten, warum der Mann nicht ihren Ansprüchen genügte oder wenn nur am Anfang ihnen den
Himmel auf Erden versprach. Und ich war größtenteils unachtsam mir selbst gegenüber.

Ich habe früh bemerkt, dass einige Menschen an mich Erwartungen hatten, die ich nicht erfüllen konnte und auch nicht zu erfüllen vermochte. Je mehr ich mich anstrengte, die vermeintlichen Erwartungen anderer zu erfüllen, desto mehrentfernte ich mich von mir selber und je öfters ich versuchte, ich Selbst zu sein, wurde ich verletzt oder verletzte andere, weil ich stets mit meinen Schutzschild (In der Achtsamkeit auch Tun- Modus oder Tunnelblick-Modus genannt) agierte welches sich vor meinem inneren Kind aufstellte, um so vermeintliche Verletzungen von Außen abzuwenden.

Subjektiv betrachtet war ich auch sicherlich vielen Angriffen ausgesetzt, vor denen ich mich verteidigen musste, objektiv betrachtet haben die anderen aber auch nur versucht, ihr Recht auf bedingungslose Liebe, bedingungslose Akzeptanz und bedingungslose Loyalität einzufordern.

Wir alle haben es nicht anders gelernt. Aber jeder für sich, also auch ich für mich, hat immer die Chance, sich selbst (wieder) kennen zu lernen und ebenso bedingungslos anzunehmen, wie man ist ohne dauernd das falsche Selbst zu verteidigen und zu idealisieren, und dabei andere unabsichtlich zu triggern und damit zu verletzen.
Es wird ZEIT sich achtsam sich selbst zuzuwenden. Ich möchte ihnen helfen mehr ZEIT für sich zu finden um mit sich selbst in Kontakt zu kommen.

 

Während meiner Therapie beschäftige ich mich mit dem Krankheitsbegriff und informierte mich im Netz und in Büchern. Außer den Büchern von Röhr, Maaz und Miller fand ich wenig überzeugende Literatur zu diesem Thema, mehr noch las ich viel über Opferkult und böse Monster. Die Idee ein Buch basierend auf meiner Therapie zu schreiben begann. Unterstützt von zahlreichen Experten u.a. auch Dr. Hans Joachim Maaz oder Professor Claas Hinrich Lammers und Friedemann Schulz von Thun, entstand ein Buch was seinesgleichen sucht. Mit dem Tectum Verlag, welcher der Verlagsgruppe Nomos angehört fand ich dann einen relativ bekannten Verlag, der mein Anliegen nicht nur unterstütze, sondern auch in einem richtig guten Buch umsetzte.

Der weitere Weg meiner Heilung wurde somit forciert. Ich danke vor allem meinen Lektoren und meinen Beratern und Therapeuten für die Unterstützung und Beratung in allen Belangen rund um das Buch.

Da ich mich stets weiter entwickeln konnte und meine Therapie weitere große Erfolge brachte, habe ich mich entschieden mein Wissen weiter zu geben und eine Tätigkeit als Coach und Berater anzutreben, in der ich Menschen in vergleichbaren Lebenssituationen helfen möchte.